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Nun ist es also passiert! "Mein" morgendlicher Wecker hat ein Pendant gefunden und baut nun mit ihr ein Nest in meinem Garten. Ich bin ganz aufgeregt und freue mich sehr darüber. Leider hat er sich das Dach der Außenvoliere meines Chamäleons ausgewählt, welche im Winter leer im Garten unter dem Dach meines Hauses stehend, also relativ regensicher, auf seinen Einsatz im Frühling/ Sommer wartet. Wenn die ersten wärmenden Sonnenstrahlen zu fühlen sind, setze ich üblicherweise tagsüber mein Chamäleon nach draußen, damit es die für die Knochen so wertvollen UV-Strahlen genießen kann. Im Herbst/ Winter bekommt es diese übrigens mit einer besonderen Lampe innerhalb seines Innenterrariums.

 

Um den Nestbau und dann die Eiablage nicht zu stören, wird nun das Außengehege nicht von der Wand wegbewegt und Legolas - so heißt mein Jemenchamäleon - wird etwas warten müssen mit seinen Ausflügen nach draußen. Ich werde ihn ab und zu auf meinem Arm sitzend, nach draußen mitnehmen.

 

Häufig habe ich gelesen und gehört, daß Rotkehlchen ihre napfförmig gebauten Nester in Bodennähe oder in Holz-/ Steinhaufen bauen. Daher bin ich überrascht über den gewählten Platz "meines" Rotkehlchens. Allerdings hörte ich auch davon, daß sie ab und zu sogar in Stiefeln, Blechdosen u. Ä. brüten. Wenn alles gut geht, wird das Weibchen 5 bis 7 Eier ablegen und diese alleine bebrüten. Es wird in der Zeit von ihrem Männchen gefüttert werden. Nach 14 Tagen schlüpfen am frühen Morgen die Jungvögel, welche im Nest 14 Tage versorgt werden, da sie Nesthocker sind. Danach schwärmen sie aus und werden noch eine Weile auf dem Boden hüpfend von den Eltern versorgt bis sie anschließend selbstständig ihr Leben beginnen.

 

Hier werde ich nun immer wieder Bilder einstellen zum weiteren Verlauf des Nestbaus und freue mich schon auf die kleinen Rotkehlchen. Hoffentlich geht alles gut!

Heute hat ein Elternteil des Rotkehlchenpärchens in unserem Bachlauf geplantscht. Optisch gleichen sich Männchen und Weibchen äußerlich so sehr, daß sie nicht zu unterscheiden sind.

 

Um den Bilderfilm mit besserer Auflösung zu sehen, bitte unten auf Einstellungen klicken, anschließend HD und 1080 p anklicken. Viel Spaß!

12. April 2016 - So manches Mal dachte ich schon, dass es doch einen anderen Brutplatz bevorzugt hat, da ich weder das Männchen noch das Weibchen sah. Doch da hatte ich mich getäuscht. Das Rotkehlchenpärchen ist richtig emsig unterwegs. Ich habe beobachtet, dass häufig beide in das Nest schlüpfen und dann, nach manchmal erst einer Stunde oder sogar länger kurz nacheinander wieder hinausfliegen, um Futter für sich zu holen. Dabei fliegen sie im Tiefflug über dem Rasen und erinnern mich dabei irgendwie an die Eisvögel, wenn diese über das Wasser fliegen, um im Flug Beute zu erspähen.

 

Eines der Rotkehlchen fliegt meist in ein Gebüsch und gibt dabei ab und zu einen kurzen, ziependen Laut von sich durch den es seinen momentanen Sitzplatz verrät. Das andere Rotkehlchen bleibt offen irgendwo sitzen, hier bei mir z. B. auf einem Stuhl, Bank oder einfach im Gras und versucht Futter zu ergattern. Ich vermute dieses ist das Männchen, denn mit dem ergatterten Futter fliegt er dann zu dem in dem Gebüsch wartenden Weibchen, welches heftig mit den Flügeln flattert in Erwartung des Futters, welches das Männchen ihm zuspielt. So fliegen sie eine kleine Weile im Garten umher und das Spiel wiederholt sich noch zwei/ drei Mal. Danach fliegt zunächst das Weibchen wieder im Pfeilflug ins Nest, bevor es allerdings vorher auf einem Ast in der Nähe ausgekundschaftet hat, ob "die Luft rein" ist. Danach folgt das Männchen, welches weniger vorsichtig ist.

 

Eventuell ist es ja das Männchen, welches mich schon vom letzten Jahr her kennt und weiß, dass ihm nichts passiert.

 

17. April 2016 - Bilder zu diesem Thema habe ich an die Fotos unten angefügt.

Die Fotos wirken besser, wenn auf das Vergrößerungskreuz geklickt wird.

Bild ist per Klick vergrößerbar
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23. April 2016 - Heute möchte ich mal wieder von "meinem" Rotkehlchenpärchen" berichten, welches immer noch meistens zusammen unterwegs in meinem Garten ist. Sie fliegt voran und wartet, dabei immer kurz ziepend auf ihren Partnervogel, welcher zuvor allerdings ruckzuck auf dem Rasen einen Regenwurm oder eine Made zieht, um dieses Geschenk anschließend ihr zu bringen. Sie fliegen dann noch eine Weile hin und her und alles wiederholt sich. Häufig machen sie dann eine kleine Zwischenrast an unserem Bachlauf, um sich zu erfrischen und das weibliche Kehlchen plantscht wie wild.

 

Schade finde ich nur, dass das Nest an einer Stelle gebaut wurde, die ich beim besten Willen nicht einsehen kann, ohne zu stören. Also weiß ich nicht, ob nicht schon Kleine geschlüpft sind, welche nun artig ihre 2 Wochen abwarten bis sie dann hüpfend über den Boden weitere 2 Wochen von ihren Eltern - hoffentlich weiterhin in meinem Garten und dann für mich und meine Kamera sichtbar - gefüttert werden, um danach ihre eigene Welt zu erkunden.

Bilder sind nach dem Überfahren jeweiles Fotos mit der Maus und einem Klick auf das Kreuz vergrößerbar.

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28. April 2016 - Wieder einmal ist es passiert und ich war nicht dabei! Wir hatten in den letzten Tagen wieder richtiges Aprilwetter mit Graupelregen, leichtem Schnee, morgens Frost, dann wieder Regen... also kein Wetter, um sich im Garten länger aufzuhalten, als notwendig.

 

Mein Blick ging natürlich immer kurz hinüber zum Nest der Rotkehlchen, welches allerdings ziemlich versteckt unter dem Dach der Außenvoliere meines Chamäleons liegt. Nun habe ich tatsächlich wieder einmal nicht mitbekommen, daß die Kleinen wohl flügge waren. Ähnliches ist mir im letzten Jahr mit den kleinen Blaumeisenjungen passiert, die ich morgens noch hatte piepsen hören und eine Stunde später war alles vorbei. Hier hatte ich darüber berichtet.

 

Da mir seit ein/ zwei Tagen aufgefallen war, daß kein Rotkehlchen mehr ein- oder ausflog, um zu füttern, holte ich heute eine Leiter und wagte den Blick unter das Dach.... Nun bestätigte sich mein Verdacht. Ich fand das napfförmige Nest und ganz kleine Stückchen Eihülle, jedoch keine Vogel mehr vor. Sie sind tatsächlich weg, ohne dass ich ein kleines Rotkehlchen sichten konnte. Ab und zu höre ich im Garten ein kleines Piepsen und ich bin gespannt, ob es nicht doch die Kleinen sind, die sehr gut durch ihr Gefieder getarnt durch unseren Garten hopsen und sich füttern lassen.

 

Ich habe nun das Nest entfernt, damit dort nicht nochmals gebrütet wird und ich mein Chamäleon nun bei Sonne nach draußen holen kann.