Amsel Willi

Ich habe seit der Winterfütterung einen festen Freund in meinem Garten. Ich habe ihn Willi getauft. Überall wo ich draußen beschäftigt bin taucht er auf und stochert wie zufällig neben mir im Rasen nach Würmern. Er könnte ohne Weiteres auch weiter weg buddeln, aber nein, es muss in meiner Nähe sein. Es ist schon erstaunlich, wenn so ein Wildvogel zutraulich wird. Sitze ich auf einer Bank, so scharwenzelt er um mich herum, stolziert über meine Füße und hat mich immer im Blick. Er sucht bewußt meine Nähe und badet sogar lieber dort im Teich, wo ich stehe, als im entfernteren Teil.

 

Nun hängte ich einen Apfel in einen Hibiskusstrauch, damit die Wildvögel - ich dachte dabei wirklich nicht an Willi - sich bedienen können. Willi war ohne Furcht sofort zur Stelle, pickte und pickte und ließ natürlich keine anderen Wildvögel in die Nähe des leckeren Apfels. Seine Frau jedoch durfte und sie traute sich auch in meine Nähe, doch schon wesentlich vorsichtiger.

22. April 2015 - Damit ist die Geschichte mit Willi natürlich noch nicht vorbei und ich bin gespannt, was diesen Sommer noch so alles passieren wird. Bei den wunderschönen Sonnentagen, die wir in der nahen Vergangenheit hatten, saß ich häufig draußen auf der Terrasse und nahm dort mein Mittagessen oder auch Abendbrot ein. Willi hat dieses sicherlich häufig beobachtet und zu meiner großen Verwunderung, besuchte er mich, bzw meinen zur Seite geschobenen Teller, sogar auf dem Tisch und bediente sich an Brotbröckchen, welche ich nicht geschafft hatte. Etwas in Sorge war ich, als ich an den Senf dachte, der sich auch noch auf dem Teller befand, doch der war für ihn völlig uninteressant.


Nun bin ich regelrecht verblüfft und freue mich auf spannende Sonnentage draußen mit Willi.

Willi und die Hitze

09. Juli 2015 - Willi hat sich meinen Garten als sein Revier ausgesucht. Hier fühlt er sich wohl und jagt auch schon mal die ein oder andere Amsel weg, die ihm zu nahe auf die "Pelle" rückt. In der heißen Zeit der letzten Tage, wo es schon mal zu Temperaturen von bis zu 39 °C kam, plantschte er häufig im Bachlauf oder im flachen Bereich des Teichs. Danach ging es aber wieder richtig flott und mit schon vorher ausgebreiteten Flügeln auf die Holzplanken am Teich und er legte sich platt auf das Holz. Dabei stellt er sehr gerne auch noch die Federn auf, sodaß die Sonne auch wirklich alle Bereiche erreichen konnte. Wenn es ihm dann zu heiß wurde, trippelte er auf spitzen Krallen und mit ausgebreiteten Flügeln unter den schattenspendenden Kirschlorbeer, wo er kurze Zeit verweilte, um dann wieder lange in der Sonne zu baden.